• 1920 – Gründungsversammlung im Gasthaus „Zum Anker“ in Frankfurt – Höchst am Main unter der Bezeichnung Schiedsrichtervereinigung Rhein/Main-Gau , Untergruppe Höchst

    Gründungsmitglieder:
    • Georg Eberhardt
     
    • Georg Dieth
    • Heinrich Koch
     
    • Otto Hartmann
    • Adam Koch sen.
     
    • Georg Laufer
    • Hans Meinhardt
     
    • Georg Metzger
    • Ludwig Treiber
     
    • Heinrich Otto
    • Karl Reichert
     
    • Fritz Wied
    • Valentin Berz
     
    • Ludwig Hess
  • 1945 – 25-jähriges Bestehen der Vereinigung
  • 1950 – 30-jähriges Bestehen der Vereinigung, Nachholung der 25 Jahresfeier aufgrund des 2. Weltkrieges
  • 1970 – 50-jähriges Bestehen der Vereinigung
  • 1995 – 75-jähriges Bestehen der Vereinigung
Es war das Jahr 1920, als sich einige Schiedsrichter aus dem Main-Taunus-Kreis und dem Frankfurter Westen zusammentaten, um Erfahrungen auszutauschen und sich regelmäßig zu treffen. Im Gasthaus „Zum Anker“ fand die Gründungsversammlung zur Schiedsrichter-Vereinigung Rhein/Main-Gau, Untergruppe Höchst statt, wobei Ludwig Heß zum ersten Obmann gewählt wurde.
Was waren das noch Zeiten, 50 Pfennig monatlich musste jedes Mitglied bezahlen, um damit Regelhefte und sonstige Kosten zu decken. Für jedes Spiel gab es drei Reichsmark Spesen und die Bahnfahrt vierter Klasse wurde ersetzt. Meistens jedoch wurde noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad angereist. Zu dieser Zeit wurden die Schiedsrichter nicht angesetzt, sondern von den Vereinen zu den Spielen eingeladen. Zwischen 1927 und 1931 gab es im Fußball entscheidende Veränderungen, die auch die Vereinigung betrafen. Diese wurde nun der Vereinigung Frankfurt zugeteilt und erhielt von dieser auch nun die Spielaufträge als Untergruppe Höchst. Auch wurden in dieser Zeit die ersten Satzungen und Regeln erstellt und überarbeitet. Dann kam der Weltkrieg – die Verbände wurden aufgelöst und in Reichsbund für Leibesübungen unbenannt. Viele Mitarbeiter und Schiedsrichter erkannten eine Zweckentfremdung des Sportes und stellten ihre Ämter zur Verfügung.

Nach Kriegsende 1945, Deutschland lag in Trümmer, das Gründungslokal gab es auch nicht mehr, fanden sich dennoch Männer, die sich für die Reorganisation der Vereinigung engagierten. Georg Eberhardt, Karl Eckel, Hans Graßl, Nikolaus Handen und Hans Meinhardt sorgten wieder für einen geregelten Ablauf der Vereinigung zum Wohle des Fußballsportes. Im Jahre 1945 fand dann auch im Gasthaus „Zum Schwanen“ in Höchst der erste Neulingslehrgang statt. 50 Schiedsrichter zählte man zu diesem Zeitpunkt wobei die Anzahl pro Jahr stetig stieg. Obwohl das Fußballspiel mit der Zeit schneller und athletischer wurde und damit auch die Anforderungen an die Schiedsrichter stiegen, vergaßen die Mitglieder der Vereinigung über die fundierte Ausbildung nie das Feiern. Man konnte zwar 1945 das 25 jährige Jubiläum nicht feiern holte dies aber 1950 in Kelkheim beim 30 jährigen Bestehen nach. Ein eindrucksvolles Fest war das 50 jährige Jubiläum in der Sport-und Kulturhalle in Neuenhain, worüber damals Heinz Will vom Höchster Kreisblatt schrieb: „Mit großem Pomp feierte die Schiedsrichter-Vereinigung Main Taunus ... und alle, die im Fußballsport Rang und Namen haben, kamen ... Landrat Dr. Jost würdigte die Schaffenskraft der Vereinigung.“

1976 übernahm Ludwig Pojda die Vereinigung und erwarb sich mit enormen Einsatz und großem Fleiß viele Verdienste. Das Ansehen war recht hoch, hatte man mit Hans Geisel sogar einen Zweitligaschiedsrichter in der Vereinigung und war auch in den oberen Amateurklassen sehr gut besetzt.

1982 wurde Peter Willbuck Nachfolger von Ludwig Pojda und die erfolgreiche Arbeit setzte sich fort. Die gezielte Lehrarbeit wurde fortgesetzt und Beobachtungen auch in unteren Klassen eingeführt und somit der Leistungsstandard der Schiedsrichter erhöht. 1995 feierte man im großen Rahmen in der Stadthalle Hofheim das 75 jährige Bestehen mit Unterstützung des Höchster Kreisblattes und der Taunus Sparkasse. Neu dabei die eigens für dieses Fest gestaltete `Pipe Off Show `- eine mit Dieter „JAZZER“ Schirrmacher organisierte Show , welche auch noch Jahre später bei manchen Festen sehr gefragt war. Auch sportlich war mit dem Aufstieg von Lutz Wagner in die höchste Liga – Bundesliga – ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Von 1994 - 2010 hatte Lutz Wagner 197 Spiele mit 764 x gelb, 32 x gelbrot und 25 Platzverweisen sein Bundesliga Auftritt gehabt, zwischendurch noch Verbandslehrwart Hessen und ab September 2010 im Schiedsrichterwesen nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn im Vorstand des Deutschen Fußball Bundes ein neues Betätigungsfeld gefunden.
Nach 34 Jahren als KSO Main Taunus Kreis übernimmt Ralf Moser die Amtsgeschäfte . Während dem Kreistag wird Peter Willbuch zum Ehren- KSO ernannt
Nachfolgend die Obmänner der Vereinigung:
  • 1920 – 1927
L. Heß Spvgg. Griesheim
  • 1927 – 1931
J. Schneider Vikt. Sindlingen
  • 1931 – 1945
A. Best SG Höchst
  • 1945 – 1948
H. Meinhardt Germ. Schwanheim
  • 1948 – 1949
N. Nagel Alem. Nied
  • 1949 – 1955
H. Meinhardt Germ. Schwanheim
  • 1955 – 1962
A. Wittmann 1. FC Rödelheim
  • 1962 – 1964
G. Kügler SG Höchst
  • 1964 – 1976
H. Bergk SV Zeilsheim
  • 1976 – 1982
L. Pojda SG Höchst
  • 1982 – 2016
P. Willbuck VfB Unterliederbach
  • seit 2016
R. Moser SV Hofheim